Fuchsenloch

STUDIE ZUR NACHVERDICHTUNG SIEDLUNG "FUCHSENLOCH", 1160 WIEN
FAMILIE - GEMEINN. WOHN- U. SIEDLUNGSGENOSSENSCHAFT

JUNI 2008

 

ZUBAU DACHGESCHOSS / BALKONE 

ROTERDSTRASSE
Zur Überprüfung der Verbesserungsmaßnahmen an der vorhandenen Bausubstanz wurde die höhenmäßig gestaffelte und lagemäßig zueinander versetzte Häuserzeile entlang der Roterdstraße ausgewählt. Für die bestehenden WE im EG und 1.OG wurden SW-seitig Balkonvorbauten im Vorgartenbereich vorgesehen; die Anordnung ist symmetrisch entsprechend der vorhandenen Bausubstanz. Die Gliederung des Dachgeschoßes hingegen ist asymmetrisch und entspricht damit dem Grundriß der DG-Wohnung, die sich über die gesamte Breite des Hauses erstreckt. Der nach oben offene Terrassenbereich ist an der vorspringenden Häuserecke nach Süden hin positioniert. Vorspringende Dachkanten und höher gezogene Attiken als Übergänge zu den Nachbarstiegen stellen auf einfache Art und Weise eine neue, organische Einheit her. Die schlitzförmige Unterbrechung im Bereich des Stiegenhauses akzentuiert die im Basisbauwerk erkennbare, leichte Krümmung der Aussenwand.

 

BESTAND
ÖFFENTLICHER FUSSWEG -
SONNENTHALGASSE
Die Siedlung verfügt über zahlreiche halböffentliche und öffentliche Freibereiche mit wertvoller Baumsubstanz und hoher Erlebnisqualität. Dies steht im markanten Gegensatz zu dem Mangel an privaten Freibereichen, die nur bei 10% des Wohnungsbestandes vorhanden sind. Die Sonnenthalgasse ist im Bereich der Siedlung als Fußweg geführt und markiert als integrale Erschleißungsachse das Herz der Siedlung, fast im Sinne eines Dorfangers. Immerhin 10 von insgesamt 36 Stiegen werden von diesem Fußweg aus erschlossen, und die Orientierung der Wohnräume ist auf diesen Freibereich hin ausgerichtet.

 

ZUBAU DACHGESCHOSS / BALKONE
ÖFFENTLICHER FUSSWEG -
SONNENTHALGASSE
Der Bedeutung dieses Fußweges entsprechend war es naheliegend, auch hier die bauliche Maßnahmen eines Dachgeschoß-Zubaus (bei durchgehender Bauflucht) und das Vorsetzen von Balkonen gestalterisch zu überprüfen. Auch in diesem Fall war es das Ziel, die vorhandene Struktur durch die plastisch durchgebildete und den Grundrissen entsprechende asymmetrische Dachkontur " in Bewegung zu bringen / zu beschleunigen". Doch nicht nur die Aufwertung und Substanzverbesserung für die bestehenden Wohnungen (90% mit privatem Freiraum) spricht für die Zubauten; im direkten Vergleich mit dem Bestandsfoto läßt sich erahnen, mit welcher Belebung hier für den öffentlichen Raum zu rechnen ist...