Kuchelauer Hafen

BAUKÖRPER / STÄDTEBAU   HILLSIDE:

Die geschlossene Bebauung entlang der Kuchelauer Hafenstraße schützt schalltechnisch das Areal vor allem gegenüber den weiter entfernten Lärmquellen B14 + ÖBB. Um den gewünschten Schallschutzeffekt zu erlangen, wurde der Baukörper bewusst mit dem Bestandsbau der Kaserne überlappt und zu diesem leicht hin verschwenkt.   Durch das Abrücken des Baukörpers von der Baulinie entsteht – neben des Vorteils des bauordnungsmäßigen Abwickelns – aber auch der Vorteil eines „umgrünten“ Gebäudes. Nicht nur der Zugang auf das Gesamtareal, sondern auch die Zugänge zu den Einzelstiegen bekommen durch den Vorbereich einen der Lage entsprechenden positiv-ländlichen Impetus.   Im Weiteren erhält der Baukörper durch die „Knickungen“ sowohl straßen- als auch gartenseitig eine kleinteilige und intime Strukturierung (trotz der 110m Baulänge). Diesem möglichen Nutzerwunsch folgend wurde bewusst die interne Erschließung auf 4 Stiegenhäuser (Dreispänner) aufgeteilt. (Die baulichen Mehrkosten erscheinen geringfügig gegenüber 3 Stiegenhäuser und sicherlich geringer als Laubengang-systeme).   Das Abrücken des Baukörpers und die Schaffung eines qualitätsvollen Vorbereiches ermöglicht es in der Folge, die hier situierten Wohnungen durch zu stecken und nach zwei Seiten hin zu orientieren. Dadurch ist es möglich, alle Wohnungen (außer B-Typen) sowohl zur Donau (Ostseite) als auch zum Leopoldsberg (Westseite) hin aus zu richten.  

 

SEASIDE:

Die Ausrichtung der Seaside gelegenen Baukörper ist vor allem mit Rücksichtnahme auf die optische Transparenz des Areals in Richtung Donau (und in Nord/Süd-Richtung). Im Grunde handelt es sich dabei um eine Fortführung der Seitentrakte des Kasernengebäudes, allerdings spielerisch verschwenkt und im Norden zur Donau hin verschoben. Dadurch soll – von außen gesehen - eine städtebauliche Überleitung und Einbindung zwischen dem denkmalgeschützten Kasernengebäude und dem nördlichen (Betriebs-) Baugebiet erreicht werden.   Das Vorrücken des nördlichen Baukörpers in die 15m-Zone öffnet darüber hinaus das Areal in Nord/Süd-Richtung: während der mittlere Baukörper (aufgrund des vorhandenen Baum-Ensembles auf +7,20 WN) eine „Engstelle“ bildet, öffnet sich das Areal nach Norden zu Kleingartenanlage hin und nach Süden zur Kaserne.   Zur Erlangung größtmöglicher Transparenz wurden die SEASIDE-Baukörper möglichst schlank konfiguriert, ohne die Qualität der Wohnungen zu beinträchtigen. Die Fronten zur Donau hin sind zudem gestaffelt, so dass sich neben einer gewissen Schlankheit im äußeren Erscheinungsbild für jede der an vorderster Front gelegenen Wohnungen eine prestigeträchtige Individualposition ergibt.

           

FREIRÄUME  

Die Topografie des Areals und damit verbunden die Freiräume sind voraussichtlich sehr stark von den Erfordernissen und Maßnahmen des Hochwasserschutzes abhängig. Insbesondere zur Donau hin wird erst nach Vorliegen eines Projektes „Kaserne“ eine Konkretisierung möglich sein. Im Einzelnen bilden sich folgende Freiräume ab:   VORBEREICH (+9,20 WN / +10,05 WN): - Begrünter Vorbereich mit Hauptzugang auf das Gesamtareal (Müllraum / Fahrradraum) (Feuerwehrzugänge) - Bestehendes Baumensemble auf +9,20 WN mit lärmgeschütztem Kleinkinder- / Kinderspielplatz (alternativ: PKW-Stellplätze) - Situierung des denkmalgeschützten Traforaumes - Entlang der Kuchelauer Hafenstraße: begrünter und geschützter Vorbereich mit Hauseingängen und Gärten   INNERHALB (+9,59 WN): - Durchwegung des Areals mit barrierefreier Erschließung der SEASIDE-Häuser - Ruhezonen mit Sitzmöglichkeiten (wassergebundene Erdschichten) - großzügige Einzelgärten - 4 Freitreppen auf das tiefer gelegene Niveau   SEASIDE (+7,20 WN / +6,00 WN): - Anbindung an die denkmalgeschützten Kai-Anlage (teilw. Erhalt „Steinwurf“) - großzügige Liegewiese - befestigter Bereich bei der Baumgruppe auf +7,20 WN - Absenkung im Bereich des nördl. SEASIDE-Hauses auf +6,00 WN - optionale Nutzung als „BOOTSHAUS“ (nur von außen zugängig) - „STRAND“ - Durchgang zur Donaustraße (Feuerwehrzugang)